Historie  
       
 

Seit 1725 dem Jahr des Herrn, könnts in Woidkircha dös Rauhnudlliad hör'n:

Heid is d' Rauhnacht, wer hods aufbracht-
a oida Mo is iwa Stiagn owa krocha-
hod se Bial und Boal o'brocha
Kropfa heraus, Kropfa heraus-
oder mia stechan a Loch ins Haus!

Ein alter Brauch - das "Heischen" um milde Gaben - hat es seit uralten Zeiten im Waldland gegeben

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Seit rund 30 Jahren hat es sich eine Gruppe brauchtumsbewusster Waldkirchner zur Aufgabe gemacht, mit der "Rauhnacht" eben diesen Brauch wieder aufleben zu lassen.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Brauch in einem Buch der Leinenweber Zunft in Waldkirchen aus dem Jahre 1725.

Nicht ganz geklärt ist ob sich Rauhnacht von dem Wort "Rauch" oder von "Rauh" ableiten lässt.
Die Tradition lässt sich verfolgen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, hauptsächlich durch mündliche Überlieferung.

 
 


Insgesamt gibt es 12 Rauhnächte-die erste davon die "Thomas Nacht" von 20. auf 21. Dezember - die letzte und schärfste, die von 5. Januar auf Heilig drei König.
Hauptfiguren sind der "bluatige Thamerl", der "Seelvogel" und die "Habergoaß", begleitet von Dämonen, Druden und Schrazln

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Aus den finsteren Wäldern kommen sie - aus ihren Höhlen, Grüften und Verstecken.
Sie gehen von Haus zu Haus, heischen um milde Gaben und stimmen das Rauhnudellied an.

In ihren selbst geschnitzten Masken und Furcht erregenden Pelzen wollen sie mit Lärm und Rauch alles Böse vertreiben.